Vermisste Nachbarn




Ein Zeitensprünge-Projekt 2009
Von Jugendlichem im
Alter von 11 bis 14 Jahren



1. Platz Publikumspreis Ostdeutscher Jugendgeschichtstag

1. Platz Publikumspreis Ostdeutscher Jugendgeschichtstag am 9. November 2009 im Deutsches Historisches Museum.



Im Rahmen des Jugendprogramms Zeitensprünge hat sich eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen zusammengefunden um wieder einen Sprung in die Zeit zu machen. Die Kinder, die allesamt im Kiez um den Klausenerplatz wohnen,  arbeiten bei diesem Projekt schon zum 2. Mal zusammen.



Unter dem Thema „Vermisste Nachbarn“ begannen wir im Frühjahr die Recherchen. Das Ziel war, Zeitzeugen aus dem Kiez zu finden, die über die Judenverfolgung berichten können. Mit einem Besuch des Mahnmals am S-Bahnhof Grunewald und einer Führung durch das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt in der Stiftung „Gedenkstätte Deutscher Widerstand“ begann die Dokumentation des Projektes.



Trotz eifriger Recherchen konnten wir keine Zeitzeugen finden, die in unserem Kiez gelebt bzw. überlebt haben. Durch die Unterstützung des Blindenmuseums konnte der Kontakt zu Frau Inge Deutschkron hergestellt werden, die einer kleinen Abordnung unserer Gruppe ein Interview gab. Frau Deutschkron musste sich während des Naziregimes 2 Jahre lang versteckt halten und hat uns dies ausführlich und beeindruckend geschildert.



Zeitgleich arbeitet die Geschichts AG des Kiezbündnisses Klausenerplatz e.V. an dem Projekt Stolpersteine. Hierfür haben wir auf unserem Kiezfest gesammelt. Das gesammelte Geld ist dem Kiezbündnis Klausenerplatz e.V. übergeben worden.



Unser Projekt vermisste Nachbarn haben wir in einem 25 Minuten langen Film dokumentiert.